Tanzseminare

Ich biete auch immer einmal wieder Tanzseminare zu unterschiedlichen Themen an, wie zum Beispiel „Lebendige Weiblichkeit“, „Tanz der Sehnsucht“, „Tanz der Würde“ etc..

Bewegung und Tanz erhöhen das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl und unterstützen seelische Erfahrungs- und Verarbeitungsprozesse.

Sie können jederzeit auch gerne nachfragen und einen persönlichen Termin vereinbaren.

 

Methodik  meiner Tanzseminare

Ausgangspunkt von meinen Tanzworkshops und angeleiteten Tänzen ist ein resonanzfördernder Begriff. Das Wort „Würde“ oder „Sehnsucht“ ruft Echos, Schwingungen, Resonanzen hervor. Der Tanz beginnt, indem ich ein Wort, einen Begriff, der Resonanzen hervorrufe, in den Raum stelle. Ich nutze Begriffe, die solche Resonanzen fördern.  Diese Begriffe können für Sie eine Bedeutung oder mehrere Bedeutungen haben, können Wellen schlagen, wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird.  Manchmal erschließen sich die Bedeutungen sofort, manchmal ist die Resonanz zuerst verhalten und entfaltet sich im Zuge der tänzerischen Entwicklung. Das Thema des jeweiligen Tanzes ist individuell. Der Begriff  z. B. „Sehnsucht“ lädt ein zu verschiedenen Resonanzen, die bei den verschiedenen Teilnehmerinnen unterschiedliche Themen in den Vordergrund des Erlebnisprozesses bringen können. Eine Frau wird zum Beispiel währen des Tanzes mit ihrer Angst davor konzentriert, sich zu zeigen oder ihre Schönheit anderen zu zeigen. Das Thema einer anderen Frau ist dagegen das Zusammenspiel von Hilflosigkeit und Wut in ihrem Kampf gegen Missachtung.

Die Absicht des Tanzes ist hier eine doppelte: auf der einen Seite möchte ich den Erlebnisprozess bei der Entwicklung des Tanzes fördern und auf der anderen Seite erhalten die TeilnehmerInnen das tänzerische Produkt, z.B. den individuellen Tanz der Würde, der, wenn gewünscht, wiederholbar gemacht und tänzerisch ausgearbeitet werden kann.

Der Schwerpunkt meines Interesses liegt auf dem Erlebnisprozess.  Dieser Erlebnisprozess ist vielfältig. Die verschiedenen Bestandteile der Entwicklung des Tanzes bieten zahlreiche Möglichkeiten für die TeilnehmerInnen, sich selbst bzw. bestimmte Aspekte ihres Erlebens neu kennen zu lernen und Veränderungen zu erproben. Dabei mag für eine Teilnehmerin ein Aspekt besonders wichtig und wertvoll sein, der für eine andere eher belanglos ist. Der Entwicklungsprozess von meinen Workshop-Tänzen bietet ein Erfahrungs- und Erlebnisangebot, aus dem sich die Teilnehmerinnen – oft für sich selbst überraschend – herauspicken, was ihnen im Augenblick wichtig ist.

Grundlage für meine Angebote ist meine experimentelle Haltung, mit der ich meine Vorschläge einbringe. Bewegungen, Tänze, Aktionen und Interaktionen sollen ausprobiert werden können, um Erfahrungen zu machen und Zugänge zu Erlebnisqualitäten zu erschließen. Ich will Menschen zu der Erfahrung verhelfen, etwas Eigenes zu schaffen und dabei Kontakt mit nichtbewussten Aspekten ihres Körpers und ihrer Psyche aufzunehmen, neue Aspekte zu entdecken oder bekannte Aspekte in einem neuen Licht zu sehen.

Verstärkt in der Einzelarbeit aber auch in der Gruppenarbeit kann durchaus konkrete Bewegungsanregungen umfassen: „Stell dir beim nächsten Tanz vor, du hältst etwas in deinen Händen …“, „Probier einmal aus, wie es ist, wenn du deine Schultern einen oder zwei Millimeter zurücknimmst, während du den Kopf hebst…“, „Versuche beim nächsten Tanz die Kraft aus den Füßen, aus dem Konzakt der Füße zum Boden zu nehmen und nicht so sehr aus den Armen und Schultern…“ All dies sind Vorschläge und Impulse, die den Teilnehmerinnen/Klientinnen die Möglichkeit bieten sollen, Erfahrungen zu sammeln. Sie haben die Wahl, diese Impulse aufzugreifen oder sie zu verwerfen.

Damit bin ich bei meinem Verständnis im Umgang mit Menschen sowie bei meinem Therapieverständnis, nämlich der Klientenkompetenz. Auch wenn ich als Therapeutin  Bewegungsvorschläge oder andere Anregungen zu der Entwicklung von Tänzen gebe, sollen die TeilnehmerInnen/KlientInnen ausprobieren und nach jeder Anregung und nach jedem Ausprobieren selbst entscheiden, was sie davon in ihren Tanz integrieren möchten. Das Ergebnis des Tanzes ist folglich dann weder eine freie Improvisation noch eine fest einstudierte Choreografie. Es ist ein eigener Tanz mit Improvisationselementen, der über Grundbewegungen und Grundstrukturen verfügt, häufig in seinen Grundzügen wiederholbar ist. Er wird als der Person zugehörig erlebt und als Eigenes identifiziert.